Häufig gestellte Fragen

Ich habe schon eine Risiko-Lebensversicherung. Brauche ich dann noch eine Sterbegeldversicherung?

Eine Risiko-Lebensversicherung dient der notwendigen Absicherung der Familie für die Zukunft (z.B. Ablösung Kredit oder Hypothek). In der Regel gilt der Versicherungsschutz dieser Versicherungen allerdings nicht lebenslang, sondern meist nur bis zum 60. oder 65. Lebensjahr. Das heißt: Versterben Sie nach dem 60. oder 65. Lebensjahr erhalten Sie keine Auszahlung und Ihre über viele Jahre eingezahlten Beiträge sind weg.

Die Sterbegeldversicherung hingegen bietet einen lebenslangen Versicherungsschutz bei kleinen monatlichen Beiträgen oder einer günstigen Einmalzahlung. Die länge der Beitragszahlung kann dabei individuell festgelegt werden (zum Beispiel bis 65 Jahre oder 85 Jahre). Die Auszahlung der vereinbarten Versicherungssumme erfolgt garantiert, der Versicherungsschutz gilt hier im Gegensatz zur Risikolebensversicherung ein Leben lang. Die Sterbegeldversicherung empfiehlt sich also eine sinnvolle Ergänzung zur bereits bestehenden Risiko-Lebensversicherung, sie sollte jedoch nicht als Ersatz angesehen werden.

Sterbegeldversicherung und Risikolebensversicherung im Vergleich

Was ist eine Sterbegeldversicherung?

Eine Sterbegeldversicherung ist eine lebenslange Versicherung auf den Todesfall mit einer vorher festgelegten Versicherungssumme. Vor allem die Beerdigungskosten und andere direkt mit dem Tod verbundene Aufwendungen soll die Sterbegeldversicherung abdecken, um die Hinterbliebenen nicht mit diesen Kosten zu belasten (Bestattungspflicht). Die Sterbegeldversicherung soll insbesondere eine angemessene Beerdigung sicherstellen. Dies ist gerade für Menschen, die keine Hinterbliebenen mehr haben, wichtig.

Seit 2004 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen kein Sterbegeld mehr aus, d.h. dass die Angehörigen für die Bestattungskosten aufkommen müssen. Das gesetzliche Sterbegeld war zuletzt aber schon auf lediglich 500 Euro begrenzt. Die Bestattungskosten belaufen sich aber laut Stiftung Warentest auf durchschnittlich ca. 6.000 €. Eine Sterbegeldversicherung dient zur Deckung der Bestattungskosten und anderer direkt mit dem Tod verbundenen Aufwendungen. Die Auszahlung des Sterbegelds erfolgt steuerfrei. Dabei zählt das Sterbegeld zum Schonvermögen, d.h. eine Sterbegeldversicherung ist Hartz IV-sicher und kann nicht zum Begleichen von Pflegekosten herangezogen werden. Die Versicherungssumme einer Sterbegeldversicherung ist deutlich geringer als die einer Risikolebensversicherung. Abgesichert werden können Summen von 3.000 € bis 15.000 €, der Versicherungsschutz gilt lebenslang. Für den Abschluss einer Sterbegeldversicherung ist eine Gesundheitsprüfung nicht zwingend notwendig. Wird eine Gesundheitsprüfung durchgeführt, entfällt allerdings die Wartezeit, wobei die Gesundheitsfragen hier weniger umfangreich sind als beispielsweise bei einer Risikolebensversicherung. Die Höhe der Beiträge ist dabei abhängig vom Eintrittsalter, d.h. je früher eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen wird, desto günstiger sind sich die Beiträge.


Was ist eine Risikolebensversicherung?

Mit einer Risikolebensversicherung können Versicherungsnehmer ihre Angehörigen im Todesfall absichern. Eine Risikolebensversicherung dient vorrangig dazu, das wegfallende Einkommen des Verstorbenen aufzufangen und somit die Abzahlung von Krediten, Hypotheken etc. weiterhin zu ermöglichen. Die Leistung aus einer Risikolebensversicherungkann somit von den Bezugsberechtigten für jeden beliebigen Zweck genutzt werden und dient zur längerfristigen Absicherung der Hinterbliebenen bis sich die Gesamtsituation nach einem Todesfall wieder stabilisiert hat. Aus diesem Grund wird das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens als Versicherungssumme empfohlen. Die Risikolebensversicherung bietet allerdings keinen lebenslangen Schutz. Der Versicherungsnehmer muss festlegen, bis zu welchem Lebensalter der Versicherungsschutz gültig sein soll, i.d.R. ist der Versicherungsschutz bis zum 65. oder 75. Lebensjahr begrenzt. Im Gegensatz zur Sterbegeldversicherung muss bei einer Risikolebensversicherung auf jeden Fall eine Gesundheitsprüfung durchgeführt werden. Hier kann es dann zu einer reibungslosen Ausfertigung des Antrages kommen, zu einem Risikoaufschlag beim Beitrag oder zu einer kompletten Ablehnung der Risikolebensversicherung.


Sterbegeldversicherung und Risikolebensversicherung - eine sinnvolle Ergänzung

Eine Sterbegeldversicherung ist somit eine sinnvolle Ergänzung zur Risikolebensversicherung. Denn wird die Risikolebensversicherung für Bestattungskosten verwendet, müssen die Hinterbliebenen direkt mit einem finanziellen Defizit und entsprechenden Lücken bei der angestrebten Absicherung rechnen.

Wichtigster Unterschied im Hinblick auf die Auszahlung der vereinbarten Versicherungssumme ist jedoch, dass diese bei der Sterbegeldversicherung garantiert ist, bei der Risikolebensversicherung jedoch nicht. Hier wird nur gezahlt wenn der Versicherte vor Vollendung des Höchstalters (i.d.R. 65 Jahre) verstirbt. Stirbt er später, was wahrscheinlicher ist, erfolgt keine Auszahlung und die Beiträge werden ebensowenig erstattet.

Sterbegeldversicherung im Vergleich zum Sparbuch

Beispielrechnung mit einer Versicherungssumme von 5.000€

Wesentliche Nachteile des Sparbuchs:

• Absicherung: erst nach 20 Jahren sind die 5.000 € angespart! > Was passiert, wenn man während dieser 20 Jahre verstirbt?
• Geringe Verzinsung des Sparbuchs
• Zinserträge müssen versteuert werden
• Angesparte Summe wird in sozialen Härtefällen in die Vermögensbetrachtung einbezogen
Wesentliche Vorteile der Sterbegeldversicherung:

• Absicherung: sofort nach der Wartezeit, vom ersten Tag an bei Gesundheitserklärung
• Lebenslanger Versicherungsschutz
• Höhere Verzinsung
• Steuerfreie Auszahlung
• Sterbegeldversicherung zählt zum Schonvermögen und wird im sozialen Härtefall nicht angerechnet

Ich habe bereits ein Testament verfasst. Ersetzt es eine Sterbegeldversicherung?

Das Testament ist im Todesfall natürlich ein wichtiges Dokument. Es regelt jedoch in erster Linie das Erbe und gibt eher selten Aufschluss über die Wünsche des Verstorbenen im Hinblick auf seine Bestattung. Außerdem wird ein Testament meistens erst Wochen nach der Beisetzung geöffnet.

Eine Sterbegeldversicherung hingegen gewährleistet, dass die persönlichen Wünsche des Verstorbenen rechtzeitig und terminunabhängig berücksichtigt werden. Darüber hinaus können sämtliche Rahmenbedingungen der Bestattung und der Trauerfeier im Rahmen der Trauerfall-Vorsorge detailliert festgehalten werden; ganz abgesehen von der finanziellen Absicherung, die der Versicherte mithilfe der Sterbegeldversicherung schafft.

Eine Sterbegeldversicherung zur Trauerfall-Vorsorge lässt sich folglich keineswegs mit einem Testament gleichsetzen. Beides kann sich aber logisch ergänzen.

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